Unsere Geschichte

Die Compagnia Vocale besteht seit August 1998. Alle Sängerinnen und Sänger der ersten Stunde hatten in verschiedenen Chören gesungen und suchten ein Ensemble, in dem sie effektiv arbeiten und sich ganz auf die künstlerische Interpretation der Werke konzentrieren konnten.

Drei Monate nach der Gründung, im Dezember 1998, stellte sich die Compagnia Vocale mit Motetten in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis vor. Im Mai 1999 unternahm der Chor seine erste Konzertreise durch Thüringen und Sachsen. Es folgten Konzerte in Hamburg und Schleswig-Holstein. Im Mittelpunkt der weiteren Programme standen doppelchörige Motetten vom Barock bis zur Gegenwart. Einen ausführlichen Überblick bietet unsere Konzertchronik.

Chorportrait

Pro Jahr haben wir seitdem ein bis zwei Programme einstudiert: das eine für Konzerte in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie für die jährlichen Konzertreisen, die den Chor nach Süddeutschland, in die Schweiz, nach Berlin, Thüringen und Sachsen, in den Harz und in das Erzgebirge geführt haben. Dazu kam alle Jahre wieder ein wechselndes Weihnachtsprogramm, etwa das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in Kammerbesetzung oder, als Hamburger Erstaufführung, das Choralkonzert "Vom Himmel kam der Engel Schar" von Johann Schelle (1648-1701).

Obwohl A-cappella-Chor aus Überzeugung, studierte die Compagnia Vocale außerdem chorsinfonische Werke mit anderen Chören ein. Zusammen mit dem Heinrich Schütz Chor, Hamburg, wurden u. a. die Missa di Gloria von Giacomo Puccini und der Lobgesang (2. Symphonie) von Felix Mendelssohn-Bartholdy und eine Reihe weiterer Oratorien aufgeführt.


Christoph Joram: Der Chorleiter der Compagnia Vocale bis 2009

Christoph Joram

Christoph Joram wurde 1947 in Zwickau, Sachsen, geboren. Er studierte Kirchenmusik an der Kirchenmusikschule in Dresden sowie in Eisenach und Weimar. Nach Abschluss des Studiums mit der A-Prüfung wurde er 1973 als Kirchenmusiker an die Moritzkirche in Zwickau berufen, wo er in sechzehn Jahren ein Musikleben auf hohem Niveau schuf. Mit internationalen Solisten und renommierten Orchestermusikern wie etwa Ludwig Güttler erarbeitete er vielbeachtete Konzertprogramme.

Seit 1990 ist Joram Kantor und Organist an der Kreuzkirche in Hamburg. Mit der Kantorei und dem Heinrich Schütz Chor führt er regelmäßig große chorsinfonische Werke auf, darunter die Schöpfung von Haydn, das Requiem von Mozart, den Lobgesang von Mendelssohn-Bartholdy, die Messe Es-dur von Schubert und die Messa di Gloria von Puccini.

Auch eine Reihe von Hamburger Erstaufführungen mit weniger bekannten Werken, etwa Der Stern von Bethlehem von Friedrich Kiel oder das fragmentarische Oratorium Christus von Mendelssohn-Bartholdy, hat Joram mit großem Erfolg geleitet. Als Dirigent sieht er einen weiteren Schwerpunkt in der Aufführung von Symphonien, zum Beispiel von Schubert und Mozart.

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Heinrich-Schütz-Chors führte Christoph Joram im Jahr 2006 gemeinsam mit der Kantorei Niendorf die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach auf. Auf Einladung des Suginami Kumin Oratorienchors reiste er im Juli desselben Jahres nach Tokio, wo er als Gastdirigent mit dem Japan Philharmonic Orchestra die Schöpfung von Joseph Haydn aufführte.

Im November 2009 wurde Christoph Joram im Anschluss an eine Aufführung des Elias von Felix Mendelssohn-Bartholdy für sein Wirken und seine großen Verdienste um die Kirchenmusik der Titel eines Kirchenmusikdirektors (KMD) verliehen.

Compagnia Vocale Hamburg